16.12.2021

Wenn‘s anders kommt als man denkt

Die Schöpfung ist ein faszinierendes Wunderwerk Gottes. Sie besitzt die Fähigkeit, sich in jeder Lage und in jeder Herausforderung einen entsprechenden, manchmal auch neuen Weg zu suchen und zu bahnen. Wenn wir uns zum Beispiel einen Baum, der von starken Winden regelmäßig erfasst wird, anschauen, dann beobachten wir, wie er sich mit seinen Wurzeln immer tiefer in die Erde eingräbt, um seine Standhaftigkeit dauerhaft zu festigen. Gott hat der Natur, und ganz besonders dem Menschen - der Krone der Schöpfung - die Fähigkeiten und die Kreativität geschenkt, um Lösungen für jede Herausforderung und jedes Problem zu entwickeln.

 

Die Jugendarbeit erlebt durch die aktuelle Lage und damit verbundenen Einschränkungen, sehr große Veränderungen. Viele junge Menschen sind verunsichert, ängstlich und somit auch ziemlich zurückgezogen. Was die Jugendarbeit in dem vergangenen eineinhalb Jahren leider sehr dezimiert hat.

 

Für uns, die verantwortlichen Mitarbeiter ist es sehr herausfordernd; manchmal auch frustrierend, die Veranstaltungen und die Gruppentreffs zu managen, da wir durch die Maßnahmen, in vielen Bereichen sehr eingeschränkt sind und wenig langfristig planen können. Da gehören schon viel Durchhaltevermögen, Zusammenhalt und Flexibilität dazu, um nicht entmutigt zu werden.

 

Was mir persönlich in solchen „Wüstenzeiten“ hilft, ist ein Perspektivenwechsel. Ich versuche meinen Fokus von den Schwierigkeiten und Problemen weg und auf den zu lenken, der den Gesamtüberblick hat - Gott. Er richtet mich neu aus und schenkt mir neue Leidenschaft und Ideen für die Herausforderungen, die vor mir liegen.

 

Seit Anfang November, arbeite ich im Homeoffice von Zuhause aus. Zu Beginn fragte ich mich, wie das werden soll. Jugendarbeit ohne Präsenz, klang für mich nur schwer vorstellbar. Ich stellte mich der neuen Herausforderung und fand neue Ideen und Wege, die Jugendarbeit, von Zuhause aus effektiv zu gestalten. Ich möchte Gott vertrauen, dass diese Situation uns zum Besten dienen wird und wir rückblickend stärker sind.

 

Aktuell unterstütze ich die Mitarbeiter und Leiter in den Kreisen mit Video-Andachten, Spielideen und Online-Gesprächen. Durch regelmäßiges Feedback und Wertschätzung, entwickeln sich die jungen Mitarbeiter und trauen sich immer mehr zu. Das ist total schön!

 

Anfang November, habe ich mit einem neuen Pilotprojekt auf Instagram und Facebook begonnen. Es ist ein Projekt, dass Menschen innerhalb von Echterdingen, aber auch weit außerhalb unserer Stadtgrenzen erreichen soll. Es geht darum, dass Menschen die „Gute Botschaft“ durch abwechslungsreiche und kreative Weise (Videoandacht, „Challenge der Woche“, Impuls zum Nachdenken und „Gottesversprechen für dich“) erfahren können. (Mehr Infos auf Instagram und Facebook unter: CVJM Echterdingen)

 

Am 12. Dezember haben wir als CVJM-Jugendleitungsteam unseren ersten Online-Weihnachtsmarkt veranstaltet. Dazu haben wir die Mitarbeiter mit einem Überraschungspaket (mit diversen Leckereien und Weihnachtspunsch) eingeladen. Die Aktion ist sehr gut angekommen. Die gute Gemeinschaft, Impulse und Austausch, die wir auf die virtuelle Art erleben durften, hat uns sehr ermutigt und uns näher als Team zusammengeschweißt.

 

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es egal ist, wie herausfordernd und stürmisch die Situationen um uns herum sind, mit Jesus im Boot werden wir nicht nur unbeschadet durch jeden Sturm kommen, sondern werden auch in unserem Vertrauen zu Ihm gefestigt. Gott hat uns seinen Geist (seinen Odem) eingehaucht, der einen „schöpferischen“ Charakter hat und dieser „Wegbegleiter“ will uns unterstützen und  durch alle Widerstände hindurchführen. Lassen wir das zu?

 

Freundliche Adventsgrüße sendet

Simon Josenhans (Jugendreferent)